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Beurteilung

Die Beurteilung ist umfassend, differenziert, zielorientiert und individuell.

Arbeitsverhalten, Sozialverhalten und Leistung werden systematisch beobachtet und beurteilt. Sie werden an klaren Zielvorstellungen gemessen und unter Berücksichtigung der Entwicklung des Kindes erfasst. Eine solche Beurteilung schafft die Grundlage für eine gezielte Förderung und unterstützt Entwicklungsprozesse. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, sich selbst kennen zu lernen, einzuschätzen und sich in ihrer Beziehung zu anderen wahrzunehmen.

Ein wichtiger Bestandteil der Beurteilung ist die Entwicklung der Selbstbeurteilung. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeleitet und in der Entfaltung ihrer Fähigkeiten zur Selbsteinschätzung gefördert. So können sie zunehmend Verantwortung für das eigene Lernen und die eigene Schullaufbahn übernehmen.


Schriftliche Ergänzung zum Elterngespräch

Ab dem Schuljahr 2005/06 wurde die schriftliche Ergänzung zum Elterngespräch eingeführt. Die Lehrerschaft der Primarschule Triesen hat sich intensiv mit der umfassenden Thematik Beurteilung auseinander gesetzt.

Im Folgenden werden Sie nun über die Beurteilung und die entsprechenden Neuerungen informiert.

An den liechtensteinischen Primarschulen wird formativ, summativ und prognostisch beurteilt. Formativ bedeutet, dass man den Lernprozess des Kindes während der Erarbeitung der Lernziele beobachtet und beurteilt. Mit der summativen Beurteilung überprüft die Lehrperson, wie die erarbeiteten Lernziele erreicht werden. Die prognostische Beurteilung gibt Rückschlüsse auf die weitere Schul- und Entwicklungslaufbahn des Kindes.

Innerhalb der summativen Beurteilung unterscheiden wir drei Typen von Lernkontrollen:

   Typ A     Lernziel innerhalb eines Lernbereichs, z.B. Addition

   Typ B     mehrere Lernziele innerhalb eines Lernbereichs, z.B. Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division

   Typ C     mehrere Lernziele verschiedener Lernbereiche, z.B. Grundrechenarten, Masse, Textaufgaben


Die Ergebnisse der Überprüfung
  • eines einzelnen Lernziels (Typ A)
  • mehrerer Lernziele innerhalb eines Lernbereichs (Typ B)
  • mehrerer Lernziele verschiedener Lernbereiche (Typ C)
werden unterschiedlich gewichtet. Die umfassenden Lernkontrollen (Typ C) werden höher bewertet als die Lernkontrollen über ein einzelnes Lernziel (Typ A) bzw. über einen einzelnen Lernbereich (Typ B). Um welchen Typ es sich bei der Lernkontrolle handelt, ist aus dem Bewertungsschema ersichtlich. Lernzielüberprüfungen können schriftlich oder mündlich erfolgen.

Aufgrund der Viergliedrigkeit der schriftlichen Ergänzung zum Beurteilungsgespräch haben wir unser Bewertungsschema der Lernkontrolle überarbeitet.

Beispiel Bewertungsschema einer Lernkontrolle:

Beurteilung
  
 
Die Lehrperson legt bei jeder Lernkontrolle fest, bei welcher Punktzahl die Grundanforderungen, die mittleren Anforderungen und die hohen Anforderungen erreicht sind. Gegebenenfalls kann sie eine Zeitempfehlung für die Bearbeitung der Lernkontrolle bekannt geben.

Was sagen die Begriffe in der Beurteilung aus?

erfüllt Grundanforderungen nicht Das Kind hat in Bezug auf die Bewertungsskala das
Lernziel/die Lernziele nicht erfüllt.
erfüllt Grundanforderungen Das Kind hat in Bezug auf die Bewertungsskala das
Lernziel/die Lernziele erfüllt.
erfüllt erhöhte Anforderungen Das Kind hat in Bezug auf die Bewertungsskala das
Lernziel/die Lernziele gut erfüllt.
erfüllt hohe Anforderungen Das Kind hat in Bezug auf die Bewertungsskala das
Lernziel/die Lernziele sehr gut erfüllt.

Die schriftliche Ergänzung zum Elterngespräch dient in erster Linie als Information und Gedächtnisstütze für die Eltern.
Die zentrale Stellung des Beurteilungsgesprächs wird damit nicht beeinflusst. Dieses ist nach wie vor das wichtigste Instrument für eine ganzheitliche Beurteilung. 




 
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